Abends

Abends, die sonne ist längst dem dunkel gewichen, so wie die beiden trinker aus dem bild verschwunden sind. Wahrscheinlich nur für einen moment haben sie den tisch verlassen, an den sie zurückkehren werden, denn da ist noch wein in glas und flasche. Aber gewiss ist das nicht. Denkbar auch, dass nicht nur eine flasche geköpft worden ist und die zecher in ihrem kampf für grenzenlosen genuss und unbekümmerten rausch die waffen gestreckt haben und dass sie nun am unvermeidlichen ende ihrer bemühungen in einen unruhigen schlaf gesunken sind. Klar nur, dass es sich um einen rotwein handelt und um banausische trinker, die dem wein keinen platz zum atmen lassen. Zu erkennen auch, dass der tisch recht schief steht oder derjenige, der die aufnahme gemacht hat. Wie so oft, bleibt einiges im vagen.

Naturschönes

Es ist irgendwie in mode gekommen, dem naturschönen keine ruhe zu lassen. Diese überdimensionale spatzenschleuder zum beispiel belegt die emsigkeit, mit der sich leute immer wieder daran machen, hand anzulegen, um dem vorgefundenen etwas hinzuzufügen. am besten etwas, das sich auf den ersten blick abhebt, etwas nach oben strebendes. Es geht nach oben, ist die devise. das ist fest im kopf verankert, auch wenn es am ende aller tage definitiv anders aussieht. aber solange es nicht erreicht ist, wird munter gewerkelt, um die welt mit zeugnissen eigener aktivität auszustatten. Gut, dass die meisten gebilde freizeitlichen gestaltungswillens nur temporäre erscheinungen bleiben, und, jammerschade, dass das meiste dauerhaften wirkens auch nichts mit kunstschönem zu tun hat.